Magazin » Geschichte » Mensch und Heizung – Der Beginn der Warmwasser-Pumpenheizung und der Spezial-Wärmeerzeuger (Teil 6)

Mensch und Heizung – Der Beginn der Warmwasser-Pumpenheizung und der Spezial-Wärmeerzeuger (Teil 6)

Brennwertkessel und Wärmepumpe

1982 kam der erste Brennwertkessel auf den Markt, später die Wärmepumpen. Durch Kondensation der Rauchgase wird die hierdurch freigesetzte Wärme dem Heizkreislauf zugeführt.
Es sollte bei der Entwicklung der Heiztechnik nicht vergessen werden , dass parallel dazu auch eine Entwicklung der Kälteanlagen stattfand. Was Heute als Wärmepumpen verkauft wird sind Kälteanlagen die die Abwärme zur Beheizung von Gebäuden nutzt.

In der Bundesrepublik entwickelte die Industrie Öl-Spezialkessel, die vollautomatisch heizten und warmes Wasser für Wannenbad und Dusche bereitstellten. Die bisher offenen Heizungsanlagen wurden damit zu geschlossenen Kreisläufen mit Membran-Ausdehnungsgefäß. In den 70er-Jahren kam zu Heizöl zunehmend Gas als Brennstoff dazu, der nach den Ölkrisen 1973 und 1979 immer mehr an Bedeutung gewann. Die Öl- und Gas-Standardkessel mit konstanten Betriebstemperatur von 90°C werden von den Niedertemperaturkesseln abgelöst. Das Betreiben von Standardkesseln, die vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut wurden, ist mit seit der EnEV 2007 verboten.

Lord Kelvin hat die Wärmepumpe bereits 1852 vorausgesagt, in dem er erkannte, dass eine „umgekehrte Wärmekraftmaschine“ für Heizzwecke eingesetzt werden könnte. Er erkannte, dass eine solche Heizeinrichtung dank dem Wärmeentzug aus der Umgebung (Luft, Wasser, Erdreich) weniger Primärenergie benötigen würde als beim konventionellen Heizen[8]. Aber es sollte noch rund 85 Jahre dauern, bis die erste Wärmepumpe zur Raumheizung in Betrieb ging. In dieser Periode wurden die Funktionsmuster der Pioniere auf der Basis einer rasch fortschreitenden wissenschaftlichen Durchdringung insbesondere auch durch Carl von Linde[9] und dem Fortschritt der industriellen Produktion durch verlässlichere und besser ausgelegte Maschinen ersetzt
Die Entwicklung der Kältemaschinen begann ab 1850 .Im Übergang zum zwanzigsten Jahrhundert war die Entwicklung soweit fortgeschritten , dass die Kältemaschinen in der Industrie Eingang fanden.
Auch thermische Solarkollektoren sollten als Energieerzeuger aufgeführt werden .

Das weltweit erste Patent für eine Solaranlage wurde 1891 an den Metallfabrikanten Clarence M. Kemp aus Baltimore vergeben. Hierbei handelte es sich um einen einfachen Wärmekollektor für Warmwasser. In Deutschland werden Solarkollektoren häufig zur Erwärmung von Warmwasser genutzt . Aufgrund der immer geringer werdenden Energieverbräuche ist auch ein Einsatz für die Heizlastabdeckung von Wohnhäusern denkbar.

Auch die immer stärker zum Einsatz kommenden Lüftungsanlagen können mit Luftkollektoren zur Aufheizung genutzt werden.

Nicht zuletzt sollten auch Photovoltaik Anlagen Erwähnung finden diese können in Verbindung mit Wärmepumpen und Kollektoren zur Energieautonomie führen.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Weitere Beiträge zum Thema Geschichte
In folgenden Bereichen finden Sie zu diesem Thema Produkte